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GODI 26.04.20

GODI 19.04.2020

Dies ist die Jahreslosung für 2020:

„Ich glaube, hilf meinem Unglauben.“ Markus 9,24

 

Ist das nicht ein Widerspruch? Entweder ich glaube und dann habe ich glauben, oder ich bin auf Grund meines Unglaubens ungläubig. Im praktischen Leben ist das offenbar nicht immer so leicht zu trennen. Theoretisch glauben wir. Aber wenn es in die Praxis geht? Wenn es mich betrifft? Wenn ich glauben soll oder darf, dass sich tatsächlich etwas zum Guten verändert? Glaube will nicht nur auf das Jenseits vertrösten, obwohl wir diesen Trost bitter nötig haben. Glaube weiß um dessen praktische Folgen. Glaube beeinflusst unser Denken und Handeln. Glaube führt Veränderungen herbei. Glaube übertrifft das, was wir selbst nicht für möglich halten.
Dieses Bibelwort ist eingebunden in ein ganz konkretes notvolles Lebensschicksal, das uns hier berichtet wird. Ein junger Mann ist schwer psychisch krank. Seine Krankheit wird bereits zu einer existenziell bedrohlichen Lage für ihn. Ein Vater sorgt und kümmert sich um ihn. Kein Arzt kann dem Kranken helfen. Jesu Jünger konnten es auch nicht. Jesus kommt dazu und erkennt, wie sich seine Jünger vergeblich bemühen. Da fleht der Vater des Jungen Jesus an:“Wenn du etwas kannst, dann heile ihn!“ Der Mann hat keinen Glauben. Aber er hofft. Er hält es für möglich, dass Jesus mehr kann als seine Jünger. Wenn ja, möge Jesus es tun und seinem Sohn helfen. Aber Jesus verweist den Vater des Jungen auf Gott. Er soll nicht darauf warten wie Jesus sein eigenes Können einschätzt, sondern soll an die Kraft und Vollmacht Gottes glauben. Sie allein ist in der Lage alle Dinge zum Besten zu verändern. Nun spricht der Mann diesen Satz:“Ich glaube, hilf meinem Unglauben!“ Dieses Bekenntnis, dieser Schrei genügt Jesus. Er heilt den kranken Jungen.
Der Vater war ein gläubiger Jude. Natürlich glaubte er an Gott. Persönliche Erlebnisse mit Gott durch diesen Glauben hatte er offenbar nicht. Die scheinbar widersprüchliche Antwort des Mannes auf Jesu Reden vom Glauben an Gott hat sein Innerstes realistisch wiedergegeben. Er glaubt an Gott. Trotzdem war er voller Unglauben, was sein persönliches Verhältnis zu Gott der konkret in sein Leben eingreifen kann und will, betrifft. Er spürt aber wie ihm Gott in Jesus Christus begegnet. Nur Jesus kann den allgemeinen Glauben an Gott zu einem Glauben werden lassen, der sein ganzes Leben verändert. Deshalb befiehlt er seinen Unglauben Jesus an Das ist nur mit einem großen Glauben möglich. Nur Jesus kann unseren Glaubensprozess so stark voranbringen, dass auch der Glaube an Wunder Lebensveränderung und ganzheitliche Gesundheit ermöglicht. Es wird bei diesem Ereignis nicht nur das kranke Kind geheilt. Auch der glaubenskranke Vater wird in seiner Seele gesund. Der Glaube an Jesus Christus ist ein gesund machender Glaube. Auch heute noch.

(C) Siegfried Eger

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