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Ökumenisches Bibelgespräch

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Bild Jahreslosung 2020

 

Dies ist die Jahreslosung für 2020:

„Ich glaube, hilf meinem Unglauben.“  Markus 9,24

Ist das nicht ein Widerspruch? Entweder ich glaube und dann habe ich glauben, oder ich bin auf Grund meines Unglaubens ungläubig. Im praktischen Leben ist das offenbar nicht immer so leicht zu trennen. Theoretisch glauben wir. Aber wenn es in die Praxis geht?

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Monatsspruch März 2020:

„Jesus Christus spricht: Wacht!“ Markus 13,37

Dies ist ein Aufruf Jesu Christi, der uns nicht nur einmal überliefert ist, Wir werden aufgerufen, wachsam zu sein. Wachen, wachsam sein, ist lebensnotwendig. Ein kurzer Sekundenschlaf am Steuer führt nur allzu oft zu einem folgenschweren Unfall. Was hilft dagegen? Anhalten, Ausruhen Schlafen, und dann ausgeruht weiter. Aber es gibt Situationen, in denen der Schlaf gegen das Wachen einzutauschen ist. Davon redet Jesus hier. Da ist zum einen der Schlaf der Gewöhnung gegen das Wachen einzutauschen. Presse, Funk und Fernsehen bringen uns wie alle Formen des Internets die neuesten Nachrichten ins Haus. Und dir Nachrichten sind besorgniserregend, empörend und grausam. Hunderte sind bereits auf der Flucht im Mittelmeer ertrunken, weil sie dem grausamen Alltag in ihren Heimatländern, der täglichen Not und dem ständig lauernden gewaltsamen Tod entfliehen wollten. Über Jahre sind islamische Extremisten durch die Länder des Nahen Ostens gezogen und haben Tausende ermordet, vertrieben, ausgeraubt und grausam gefoltert. Weltweit werden täglich tausende Christen ermordet, vertrieben, inhaftiert und grausam gefoltert. Unser Protest wird immer geringer. Wir haben uns an die Schreckensnachrichten gewöhnt.

Der Schlaf der falschen Sicherheit macht uns ständig zu schaffen. Wir glauben, uns könne nichts passieren. Werden wir dann von dem überrascht was wir für unmöglich hielten, trifft es uns völlig unvorbereitet und es fällt uns schwer, das Erfahrene zu verkraften. Das Wunschdenken war uns wichtiger als die objektive Betrachtung, sie Selbstkritik einschließt. Hier sind wir nicht weit entfernt vom Schlaf der Verwechslung der Kompetenzen. Von diesem Schlaf spricht Jesus hier. Er erzählt ein Gleichnis.

Ein König überträgt einem seiner Mitarbeiter eine verantwortungsvolle Aufgabe. Ihm sind andere Mitarbeiter unterstellt. Der König wird zurück kommen, wann ist ungewiss. Er wird von seinem Mitarbeiter Rechenschaft über seinen Aufgabenbereich den er zu tätigen hatte fordern. Und nun muss sich dieser Mitarbeiter entscheiden. Entweder er erkennt, der König steht nach wie vor als der große Chef über ihm, auch wenn er ihn jetzt nicht mehr sieht. Er wird die Kompetenz die er hat richtig einschätzen und so im Namen des Königs richtig agieren. Oder aber er überschätzt sich selbst, hält sich für den eigentlichen Chef der niemanden Rechenschaft zu geben braucht. Entsprechend wird er sich verhalten. Er wird andere betrügen, ihnen ihre Rechte absprechen und glauben, das sei schon in Ordnung. Eine Korrektur erkennt er nicht. An all dem ist zu erkennen, ob der Betroffene die Kompetenz die er hat überschätzt und somit unrechtmäßig verschiebt. Werfen wir vor diesem Hintergrund den Blick auf uns selbst und auf das, was uns täglich begegnet. Sehe ich mich in meinem Lebensbereich als den größten Macher, oder weiß ich mich verantwortlich für die, die mir anvertraut sind. Jesus sagt:“Wacht!“ Erkennt eure Verantwortung ! Vergesst nicht, dass ihr Gott über euch habt der das letzte Urteil über dich spricht, ebenso über jeden Menschen. Nur in der Verantwortung vor Gott kann Verantwortung vor den Menschen gedeihen.

Letztlich stehen wir vor dem Schlaf der falschen Einschätzung der Zukunft. Wer glaubt es ginge immer so weiter, hat sich getäuscht. Der König von dem Jesus hier in diesem Gleichnis spricht, ist er selbst. Er kam auf diese Welt. Er trug die Schuld der Welt. Er ging in Gottes ewiges Reich zurück, aus dem er gekommen war. Er hat uns diese Welt seit Beginn der Schöpfung anvertraut. Er hat uns Menschen einander anvertraut. Er ruft uns auf zur Verantwortung für das zeitliche Leben und dazu, einander im Glauben und durch den Glauben als Kinder Gottes in Ewigkeit bei ihm zu sein. Er wird in unglaublicher Herrlichkeit die wir uns nicht vorstellen können auf diese Erde wiederkommen. Er wird uns zur Rechenschaft ziehen für das was wird getan und unterlassen haben.

Darum Wacht!

(C) Euer Siegfried Eger

Monatsspruch Februar 2020:

„Ihr seid teuer erkauft; werdet nicht der Menschen Knechte.“ 1. Korinther 7,23

Was kann man nicht alles kaufen! Auch Menschen? Dieses Wort wurde im antiken Römischen Reich aufgeschrieben. Sklaverei gehörte zum selbstverständlichen Lebensalltag. Durch Kriege, Verschuldung oder Herkunft sind Menschen, oft ganze Familien, versklavt worden. Sie waren ihren Besitzern bedingungslos und schonungslos ausgeliefert. Nur der Loskauf war die Möglichkeit, wieder ein freier Mensch zu werden. Ein Mensch hatte Geld und Interesse einen Sklaven frei zu kaufen. Dieses Bibelwort kann ich nicht lesen ohne an die moderne Sklaverei unserer Tage zu denken.

Monatsspruch Dezember 2019:

„Wer im Dunkeln lebt, und wem kein Licht leuchtet, der vertraue auf den Namen des Herrn und verlasse sich auf seinen Gott.“ Jesaja 50,10

Der Dezember ist der Monat des Jahres mit den längsten Nächten und den kürzesten Tagen. In diese Zeit fallen Advent und Weihnachten. Wir freuen uns in dieser Zeit besonders darauf, Kerzen anzuzünden, um in heimelicher Atmosphäre Licht in die Dunkelheit zu bringen.

Monatsspruch Oktober 2019:

„Wie es dir möglich ist: Aus dem Vollen schöpfend – gib davon Almosen! Wenn dir wenig möglich ist, fürchte dich nicht, aus dem Wenigen Almosen zu geben!“ Tob.4,8.

Wir werden aufgerufen zu spenden! Das ist nichts Neues. Viele Organisationen die gute und notwendige Projekte vorantreiben, rufen zu Spenden auf. Sie verschicken Schreiben in denen sie ihre Projekte bekannt machen und von der Dringlichkeit ihrer Arbeit berichten. Natürlich werden die schon vorbereiteten Überweisungsformulare nicht vergessen. Wir müssten ja aus dem Vollen schöpfen, wollten wir jeder Bitte nachkommen. Wir schöpfen, die meisten von uns jedenfalls, nicht aus dem Vollen. Wir müssen sehen, wie wir jeden Monat mit ball den finanziellen Verpflichtungen über die Runden kommen. Trotzdem haben wir auch gegeben und Gott hat es gesegnet. Wir hatten Trotzdem unser Auskommen.

Monatsspruch Januar 2020:

„Gott ist treu.“ 1. Korinther 1,9

 

Streiflichter zum Thema „Treue“:Eheliche Treue bleibt ungetrübt, wenn sie von keinem der beiden Partner gebrochen wird. Dieser Vertrag basiert auf „treu und glauben“; Vertrauen rauf, Bürokratie runter. „Der ist aber treu.“ Da kommt es ganz auf den Unterton an. „Meine ehre heißt Treue.“ Das ist ein gefährlicher Satz. Menschen verpflichten sich zur Treue einem oft radikalen, korrupten oder gar kriminellen System, gegen das sie eigentlich Widerstand leisten sollten. Es kommt also ganz darauf an, wem man sein Vertrauen schenkt und in Folge treu ist. Treue kann sowohl gut als auch schlecht sein. Treue gegenüber Menschen muss immer die Möglichkeit der Korrektur auf Grund gewonnener Erkenntnisse ermöglichen.

Monatsspruch November 2019:

„Aber ich weiß, dass mein Erlöser lebt.“ Hiob 19,25

Hier kommen wir nicht an der tragischen Gestalt vorbei, die diesen Satz spricht. Es ist Hiob. Hiob war wohlhabend, aufrichtig und gottesfürchtig. Alles gelang ihm, bis ihn das geballte Unheil ereilte. Auf einmal verlor er alles. Unter Gottes Zustimmung verlor er in kürzester Zeit seinen ganzen Besitz. Seine Kinder kamen alle durch eine Katastrophe um. Schließlich wurde er schwer krank. Furchtbare Hautausschläge und ständige Schmerzen plagten ihn. Seine besten Freunde kommen ihn zu besuchen. Nachdem sie mit ihm stumm gelitten hatten versuchten sie das Unglück Hioibs zu erklären. Sie suchten die Dchuld letztendlich bei Hiob, denn Gott kann keine Schuld haben. Dagegen setzt sich Hiob mit letzter Kraft zur Wehr.

Monatsspruch September 2019:

“Was hülfe es dem Menschen wenn er die ganze Welt gewönne, nähme aber Schaden an seiner Seele.“ Matthäus 16,26

Die ganze Welt besitzen oder wenigstens zu den 100 Reichsten zu gehören die den absolut größten Teil des Weltkapitals besitzen, das konnten sich die Menschen zur Zeit Jesu nicht vorstellen. Heute ist dies grausame Realität. Aber Jesus macht unmissverständlich deutlich; wer zu diesen Superreichen gehört und damit der Menschheit das Nötigste vorenthält, nimmt Schaden an seiner Seele. Dessen Seele kann nur gesunden, wenn er seinen Reichtum zur Linderung weltweiter Not zur Verfügung stellt. Tut er dies nicht, wartet auf ihn nach seinem Tod ewige Gottesferne und Höllenfeuer.

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