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Oktober 2018

Monatsspruch Oktober 2018

„Herr, all mein Sehnen liegt offen vor dir, mein Seufzen war dir nicht verborgen.“ Psalm 38,10

Hand aufs Herz: Nach wie Vielem sehnen wir uns nicht? Es sind sicher viele Dinge. Je größer das Angebot desto größer die Wunschliste. Wurde das Ersehnte erreicht, ist es nicht immer die reine Freude. Oft wird der Wunsch nach mehr geweckt und die Spirale nach oben scheint keine Grenzen zu kennen. Oft entdecken wir erst wenn wir Ersehntes erreicht haben, dass es auch Nachteile und Pflichten mit sich bringt.

Aber bei unseren Sehnsüchten geht es um weit mehr als um die Erfüllung materieller Wünsche, um Wichtigeres als das Ersteigen einer Karriereleiter. Wie viele Menschen sehnen sich vergeblich nach Anerkennung, nach Liebe und danach, von den Menschen mit denen sie täglich zusammenleben, angenommen zu werden. Hinter so manchem heißen Sehnen steckt der Wunsch, die Ehekrise möge bald überwunden sein, das Verhältnis zu Eltern oder Kindern möge nicht mehr zur Dauerbelastung werden und die Gesundheit die man noch vor Jahren selbstverständlich nahm, möge wieder kommen. Das Geld sollte endlich reichen und der Betrieb müsste mehr abwerfen.

Es gibt aber auch Sehnsüchte für die wir uns schämen. Wir wollen sie vor anderen verbergen und trotzdem pflegen. So manche Sehnsucht wollen wir loswerden und wir seufzen darüber, dass sie noch da sind. Zuerst sehnten wir uns danach eine neue Erfahrung zu machen, oft mit Genussmitteln die mehr als fragwürdig sind, und als wir die Erfahrung gemacht hatten bekamen wir sie nicht mehr los. Unser Seufzen wird zur ohnmächtigen Bankrotterfahrung.

Nun sagt uns dieses Bibelwort: das alles liegt offen vor Gott. Vor ihm können wir nichts verbergen. Ihm können wir nichts vormachen ob wir an ihn glauben oder nicht, ob wir an seine Existenz glauben oder nicht. Gott freut sich mit uns über das Gute und Schöne das wir erreicht haben und er seufzt mit uns wenn wir Schlimmes und Gefährliches nicht mehr losbekommen. Er weiß, wie es in uns aussieht. Er kennt auch unsere Masken die wir aufsetzen, damit unsere wirkliche Befindlichkeit nicht erkennbar wird.

Wende dich an Gott, wenn deine Beziehung zu scheitern droht. Bete zu Gott um ein gutes Verhältnis zu deinen Kindern oder Eltern und tue alles, was du selbst tun kannst. Schreie zu Gott, wenn du deine Sucht wieder loswerden willst und es selbst nicht schaffst. Suche Hilfe bei Menschen von denen du weißt, dass sie dir helfen können.

Gib nicht auf. Sehne dich nur noch nach dem was dich am Ende nicht überfordert. Wünsche dir nicht alles sondern gönne den anderen auch etwas. Lerne Zufriedenheit und entdecke Freude. Gib Liebe weiter und du wirst Liebe erfahren.

Vor allem aber wende dich ab Gott. Glaube an ihn und an das, was Jesus Christus auch für dich getan hat. Kaufe dir eine Bibel und lies darin. So wirst du erfahren wie sich auch dein Sehnen verändert. Nach dem was dir und anderen schadet wirst du dich dann nicht mehr sehnen und dein Seufzen wird spürbar weniger.

 

(C) Siegfried Eger