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Monatsspruch Mai 2019:

„Es ist keiner wie du, und ist kein Gott außer dir.“  2. Samuel 7,22

 

Das hören wir gerne: „Keiner ist wie du!“ oder genauer: „Keiner ist so toll, großartig, cool oder Spitze wie du!“ Geben wir anderen dieses Lob weiter, verbinden wir damit Lob, Bewunderung und Anerkennung.

Aber das hier zitierte Lob geht weiter. „Außer dir gibt es keinen Gott!“ Zum Einen zeigt das ein großes Vertrauen zu Gott. Der Sprecher hat ein persönliches Verhältnis zu Gott. Gott ist ihm vertraut wie ein großartiger Freund. Die Frage ob es Gott überhaupt gibt steht nicht zur Debatte.Gott ist da. So wie dein bester Freund oder deine beste Freundin da sind, ist Gott da. Und noch mehr. Der Sprecher lebt in einem Vertrauensverhältnis zu Gott. Ihm teilt er alles mit, was er auf dem Herzen hat. Er bemüht sich darum, die Beziehung zu Gott nicht zu vernachlässigen.

Nun hatten die Menschen in der Antike und auch davor ein genau gegenteiliges Problem,, wie heute die meisten Menschen in unserem aufgeklärten Zeitalter. Während heute für viele Menschen die Frage steht ob es Gott überhaupt gibt, setzte man sich damals mit der Frage auseinander, wer unter den vielen Göttern die von den Kulturströmungen angeboten wurden wirkliche Götter waren. Und sollte es mehrere wirkliche Götter geben stellte sich die Frage nach dem richtigen Gott, der Rangordnung unter den Göttern und vor allem trieb die Menschen die Frage um, vor welchem Gott man die wenigste Furcht zu haben brauchte. Ein Vertrauensverhältnis zu Gott wie oben beschrieben war da natürlich nicht möglich.

Der Sprecher dieser Worte ist David, der größte König Israels. David lebte in einem großen Vertrauen zu Gott und wusste, wie Gott das Volk Israel all die Jahrhunderte hindurch geführt hatte, vom Stammvater Abraham angefangen bis hin zu seinem Königtum, mit dem er weit über die Grenzen seines Reiches hinaus Anerkennung erlangt hatte. Einen Tempel gab es zu dieser Zeit in Israel noch nicht. In einem Zelt erlebte das Volk Israel die Nähe und Wirklichkeit Gottes David wollte nun einen Tempel für Gott bauen lassen. Aber Gott ließ David durch seinen Propheten Nathan sagen, dass erst sein Sohn diesen Tempel bauen sollte. Aber ihm und seinen Nachkommen sagte Gott das Königtum über Israel zu. Er sollte unter seinen Söhnen immer weitergegeben werden. Diese Zusage veranlasste David zu einem großen Gotteslob und Dank gegenüber Gott, aus dem dieser Monatsspruch entnommen ist.

David wusste um den einem Gott seines Volkes und die vielen Gottes der umliegenden Völker, denen spätere Könige Israels und auch der größte Teil des Volkes immer wieder verfielen. Wer die Gotteserkenntnis Davids hat, wird nie einem Götzen dienen und von ihm abhängig werden. Seine Gotteserkenntnis sagt ihm: nur unser Gott lebt, ist allmächtig und kann alles. Alle anderen Götter sind von Menschen erfunden, tot und machtlos. Was sie angeblich fordern fordern in Wahrheit ihre Priester. Und diese sind skrupellos, unbarmherzig und darauf bedacht, unter göttlichem Anschein gnadenlos die verunsicherten und verängstigten Menschen zu beherrschen.

Diese Praxis von anscheinenden Götter und der dahinterstehenden Dunkelmänner ist heute durchaus real. Erlauben Sie mir am Ende einige Fragen. Was hindert mich daran, mir aus Interesse eine Bibel zur Hand zu nehmen und darin zu lesen? Lasse ich es zu, dass Menschen mein Selbstwertgefühl an Bedingungen knüpfen oder einfach in frage stellen ? Glaube ich aus Angst vor der Zukunft etwas opfern zu müssen, so wie die Götzenverehrer der Antike? Wovon bin ich abhängig? Wovon komme ich nicht mehr los? Traue ich Gott zu, mich von allem Belastenden zu befreien? Wo muss ich mich zurücknehmen, damit ich nicht andere beherrsche oder in Abhängigkeit bringe?

Freiheit im lebendigen Gott, das wünsche ich Ihnen.

(C) Euer Siegfried Eger

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