01.jpg
Facebook

Monatsspruch Juni 2019:

“Freundliche Reden sind Honig, süß für die Seele und heilsam für die Glieder." Sprüche 16,24

 

Ein guter Ratschlag für den Umgang miteinander. Es geht um das Reden. Da sind wir Menschen recht unterschiedlich. Während die eine nahezu pausenlos redet, kann man dem anderen nur mit Mühe ein paar Sätze entlocken. Aber erst recht die Art des Redens ist sehr unterschiedlich. Manchen Gehörte stößt einen bitter auf und macht auch bitter, oft verbittert. Wieder andere Worte gehen glatt runter, sind eben süß wie Honig.

Im Wort „freundlich“ steckt das Wort „Freund“. Rede mit dem anderen wie mit einem Freund, habe die Absicht, helfen zu wollen mit dem, was du sagst. Mit dieser Einstellung kannst du mehr Gutes erreichen als du ahnst. Freundliche Rede bedeutet nicht, nach dem Munde zu reden. Sie kann auch Kritik beinhalten. Aber sie darf nicht verletzend und nicht diskriminierend sein. Sie beabsichtigt Gutes, ermuntert, wertet auf und geschieht auf Augenhöhe, eben freundlich. Worte bewirken mehr als wir denken. An manche Worte erinnern wir uns lebenslang, ja sie beeinflussen uns. Sie können uns erleichtern und beflügeln, aber auch belasten und nach unten ziehen.

Wir sind eine Einheit von Körper, Seele und Geist. Unser Reden hilft oder belastet nicht nur die Zielgruppe oder Zielperson, sondern auch den, der redet. Worte können zur Gesundheit helfen, aber auch krank machen. So manch sensible junge Frau ist in eine lebensgefährliche Magersucht geschlittert, ein paar unbedacht oder gar gezielt böse ausgesprochene Worte waren der Auslöser. Menschen werden sogar immer wieder durch Worte in den Freitod getrieben.

Menschen können auch mit Worten verführt werden. Oft zählen nicht mehr Argumente sondern Emotionen, die gezielt eingesetzt werden. Hoffnungen werden geweckt und solange am Leben erhalten, bis die letzte Hoffnung schwindet und die Enttäuschung maßlos wird.

So gerne wir Menschen von unserer Meinung überzeugen; wir müssen ihnen die freie Entscheidung zugestehen und dürfen unserem Gegenüber nicht verübeln, wenn er unsere Meinung nicht teilt. Es ist keine gute Art so lange auf den Gesprächspartner einzureden, bis ihm im wahrsten Sinne Hören und Sehen vergeht.Wir müssen ein Gespür dafür entwickeln wann der Andere auch zu Wort kommen sollte und wann ich mit dem Reden aufhören muss.Sonst ist zu befürchten, dass wir unserem Gesprächspartner Schaden zufügen. Also: unser Reden soll immer freundlich bleiben. Es soll dem anderen immer so gut wie Honig schmecken. Er sollte denken: also mit dieser Person möchte ich mich wieder unterhalten.

Reden ist eine große Chance. Reden kann zur großen Gefahr werden. Reden ist notwendig. Reden kann nicht nur seelische sondern auch körperliche Wunden heilen. Und was wir meist vergessen: jedes Wort das wir reden wird von Gott gehört. Aber auch jedes Wort das wir reden sollten und verschweigen, wird von Gott registriert. Gott will uns helfen als Freunde und mit guten Absichten zu reden, wo unser Reden gebraucht wird.

(C) Euer Siegfried Eger

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Internetseite. Durch die Nutzung unserer Internetseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
zur Datenschutzerklärung 👍 Ich stimme zu 👎 Ich lehne ab