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Ökumenisches Bibelgespräch

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Monatsspruch Dezember 2019:

„Wer im Dunkeln lebt, und wem kein Licht leuchtet, der vertraue auf den Namen des Herrn und verlasse sich auf seinen Gott.“ Jesaja 50,10

Der Dezember ist der Monat des Jahres mit den längsten Nächten und den kürzesten Tagen. In diese Zeit fallen Advent und Weihnachten. Wir freuen uns in dieser Zeit besonders darauf, Kerzen anzuzünden, um in heimelicher Atmosphäre Licht in die Dunkelheit zu bringen.


Die Dunkelheit aber hat viele Gesichter und ist nicht an eine bestimmte Jahreszeit gebunden. Oft ist in unserem Leben das „Licht am Ende des Tunnels“ nicht zu erkennen. Da ist Dunkelheit im Leben von Menschen durch Krankheit, Hoffnungslosigkeit, nicht greifbaren Ängsten vor der Zukunft oder Dunkelheit die durch Zerwürfnisse von Ehe und Familie oft an der Tagesordnung. Ein Ausweg scheint nicht in Sicht. Schuld bei allen Beteiligten blockiert. Wir finden keinen Ausweg aus der Sackgasse.
In diesem Kapitel des Propheten Jesaja wird vorausschauend auf das geblickt, was Jahrhunderte später Jesus Christus, der Sohn Gottes, an Leiden auf sich nahm um die Schuld der Menschen zu sühnen. Auch die Schuld der Leser dieser Worte. Dazu ist er als Mensch auf diese Erde gekommen. Seine Geburt feiern wir zu Weihnachten. Welche Dunkelheit sein Weg ans Kreuz für uns, für ihn bedeutet hat, können wir nur erahnen. Aber nachdem hier vorausschauend Jesu eigenes Leiden andeutend beschrieben wird, wendet das Text den Blick auf uns.
Er, Jesus Christus weiß, dass auch wir in Dunkelheit hineingeraten in denen wir weder Licht noch Ausweg sehen. Die Übermacht der Feinde wie er im Kontext erwähnt wird ist zu groß. Uns fehlt die Möglichkeit dem etwas entgegenzusetzen. Und es ereilt uns so manches, dem wir nichts entgegenzusetzen haben.
Gott erspart uns nicht im Dunkeln zu leben. Er lässt uns auch nicht immer ein Licht leuchten. Auch wer an Gott glaubt ist oft ratlos und es fehlen in jedem Fall die Patentlösungen, von denen wir oft träumen. Die große Gefahr ist, dass wir in solchen Lebenslagen resignieren und aufgeben. Das will Gott nicht. Auch wer von der Dunkelheit des Lebens umgeben ist gehe getrost und tapfer weiter. Bleibt nicht stehen.
Und nun kommt der große Trost, die große Lebenserfahrung aller die ihr Leben mit Gott wagen. Selbst wenn sich die Dunkelheit nicht erhellt und das rettende Licht nicht oder noch nicht ergriffen und erfahren werden kann; Gott ist trotzdem da. Gerade in dunklen Stunden ist er bei uns. Er leitet und korrigiert uns. Er lässt uns den für guten Ausweg auch ohne Scheinwerfer finden. Versäume nicht gerade dann wenn du nicht mehr weiter weißt zu Gott zu beten. Nimm persönliche Verbindung zu ihm auf. Und wenn du nur in die Dunkelheit deines Lebens hinein deine ganze Not und Ausweglosigkeit schreist, deine Klagen und deine Hoffnungslosigkeit vor Gott bringst. Gott hört dein Schreien und lässt es nicht unbeantwortet.

(C) Euer Siegfried Eger

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