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Monatsspruch März 2020:

„Jesus Christus spricht: Wacht!“ Markus 13,37

Dies ist ein Aufruf Jesu Christi, der uns nicht nur einmal überliefert ist, Wir werden aufgerufen, wachsam zu sein. Wachen, wachsam sein, ist lebensnotwendig. Ein kurzer Sekundenschlaf am Steuer führt nur allzu oft zu einem folgenschweren Unfall. Was hilft dagegen? Anhalten, Ausruhen Schlafen, und dann ausgeruht weiter. Aber es gibt Situationen, in denen der Schlaf gegen das Wachen einzutauschen ist. Davon redet Jesus hier. Da ist zum einen der Schlaf der Gewöhnung gegen das Wachen einzutauschen. Presse, Funk und Fernsehen bringen uns wie alle Formen des Internets die neuesten Nachrichten ins Haus. Und dir Nachrichten sind besorgniserregend, empörend und grausam. Hunderte sind bereits auf der Flucht im Mittelmeer ertrunken, weil sie dem grausamen Alltag in ihren Heimatländern, der täglichen Not und dem ständig lauernden gewaltsamen Tod entfliehen wollten.

Über Jahre sind islamische Extremisten durch die Länder des Nahen Ostens gezogen und haben Tausende ermordet, vertrieben, ausgeraubt und grausam gefoltert. Weltweit werden täglich tausende Christen ermordet, vertrieben, inhaftiert und grausam gefoltert. Unser Protest wird immer geringer. Wir haben uns an die Schreckensnachrichten gewöhnt.

Der Schlaf der falschen Sicherheit macht uns ständig zu schaffen. Wir glauben, uns könne nichts passieren. Werden wir dann von dem überrascht was wir für unmöglich hielten, trifft es uns völlig unvorbereitet und es fällt uns schwer, das Erfahrene zu verkraften. Das Wunschdenken war uns wichtiger als die objektive Betrachtung, sie Selbstkritik einschließt. Hier sind wir nicht weit entfernt vom Schlaf der Verwechslung der Kompetenzen. Von diesem Schlaf spricht Jesus hier. Er erzählt ein Gleichnis.

Ein König überträgt einem seiner Mitarbeiter eine verantwortungsvolle Aufgabe. Ihm sind andere Mitarbeiter unterstellt. Der König wird zurück kommen, wann ist ungewiss. Er wird von seinem Mitarbeiter Rechenschaft über seinen Aufgabenbereich den er zu tätigen hatte fordern. Und nun muss sich dieser Mitarbeiter entscheiden. Entweder er erkennt, der König steht nach wie vor als der große Chef über ihm, auch wenn er ihn jetzt nicht mehr sieht. Er wird die Kompetenz die er hat richtig einschätzen und so im Namen des Königs richtig agieren. Oder aber er überschätzt sich selbst, hält sich für den eigentlichen Chef der niemanden Rechenschaft zu geben braucht. Entsprechend wird er sich verhalten. Er wird andere betrügen, ihnen ihre Rechte absprechen und glauben, das sei schon in Ordnung. Eine Korrektur erkennt er nicht. An all dem ist zu erkennen, ob der Betroffene die Kompetenz die er hat überschätzt und somit unrechtmäßig verschiebt. Werfen wir vor diesem Hintergrund den Blick auf uns selbst und auf das, was uns täglich begegnet. Sehe ich mich in meinem Lebensbereich als den größten Macher, oder weiß ich mich verantwortlich für die, die mir anvertraut sind. Jesus sagt:“Wacht!“ Erkennt eure Verantwortung ! Vergesst nicht, dass ihr Gott über euch habt der das letzte Urteil über dich spricht, ebenso über jeden Menschen. Nur in der Verantwortung vor Gott kann Verantwortung vor den Menschen gedeihen.

Letztlich stehen wir vor dem Schlaf der falschen Einschätzung der Zukunft. Wer glaubt es ginge immer so weiter, hat sich getäuscht. Der König von dem Jesus hier in diesem Gleichnis spricht, ist er selbst. Er kam auf diese Welt. Er trug die Schuld der Welt. Er ging in Gottes ewiges Reich zurück, aus dem er gekommen war. Er hat uns diese Welt seit Beginn der Schöpfung anvertraut. Er hat uns Menschen einander anvertraut. Er ruft uns auf zur Verantwortung für das zeitliche Leben und dazu, einander im Glauben und durch den Glauben als Kinder Gottes in Ewigkeit bei ihm zu sein. Er wird in unglaublicher Herrlichkeit die wir uns nicht vorstellen können auf diese Erde wiederkommen. Er wird uns zur Rechenschaft ziehen für das was wird getan und unterlassen haben.

Darum Wacht!

(C) Euer Siegfried Eger

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