17.jpg
Facebook

Monatsspruch Mai 2020:

“Dient einander als gute Verwalter der vielfältigen Gnade Gottes, jeder mit der Gabe, die er von Gott empfangen hat.“ 1.Petrus 4,10.

 

„Schließlich bin ich im dienst!“ „Der hat sich bei der Bundeswehr hochgedient“. „Ich bin bedient!“ „Ich muss zum Dienst“.

Wir verbinden mit dem Wort „Dienst“ sowohl positive als auch negative Anknüpfungspunkte. Wer zum Beispiel einmal krank oder sogar schwerkrank im Krankenhaus lag weiß den Dienst von Ärzten und Krankenschwestern zu schätzen. Warum sagen wir eigentlich nicht Krankendienerinnen sondern Krankenschwestern? (Da müsste es wohl auch die Bezeichnung Krankenbrüder geben). Ich denke es soll damit deutlich gemacht werden wie nahe wir einander kommen, wenn wir in so persönlicher Weise anderen Menschen die notwendige Hilfe zuteil werden lassen.

Da werden wir indem wir helfen oder indem uns geholfen wird zu Brüdern und Schwestern. Denn jeder der anderen dienst, anderen ganz persönlich hilft, kann selbst auch auf diese Hilfe angewiesen sein. Dieses Bibelwort erweitert den Begriff des Dienens in mancherlei Weise. Dienst betrifft nicht nur den medizinischen und pflegerischen Lebensbereich. Es ist die Frage, wie wir unser Leben, unseren Beruf gleich welcher Art, unseren Umgang mit den Menschen in Familie und Gesellschaft begreifen. All das ist nämlich mehr als notwendiges Geldverdienen oder Funktionieren. Dienst hat immer im Blick, Gutes unf Nützlichen zu bewirken und zu helfen, wo Hilfe nötig ist. Wenn wir beispielsweise billige aber kurzlebige, oft mit Giften belastete Artikel aus China kaufen, muss dies noch kein Dienst sein, schon gar nicht für unsere Umwelt.Wenn uns aber in der Coronakrise China mit Millionen Gesichtsmasken versorgt, dann dient uns China in vorbildlicher Weise. Auch wir sollten überlegen, wie wir China helfen, dienen können. Mit dem was wir beabsichtigen wird deutlich, ob es sich um einen Dienst handelt. Es muss auch immer wieder mit einem falschen Klischee aufgeräumt werden. Es wird auch heute nur noch allzu oft angenommen, dass der Dienende der Abhängige ist, dem gar nichts anderes übrig bleibt. Der Untertan dienst, der Boss lässt sich bedienen. So soll es nicht sein. Die Bibel stellt uns immer ein Verhalten vor Augen, das das Leben unter Christen die Jesus Christus als ihren Herrn begriffen haben anders verläuft. Dieses Verhalten aus christlicher Sicht hat sich aber zu allen Zeiten als heilsam für alle Menschen erwiesen. Also: es gibt unter Christen, und hoffentlich immer mehr generell keine Bosse von denen Zwangsdienende abhängig sind, sondern Brüder und Schwestern, die sich in einer großartigen Lebensgemeinschaft gleichgestellt von Gott abhängig wissen. Da gibt es kein oben und unten. Deshalb ruft Petrus hier zum gegenseitigen Dienen auf. Jeder soll und darf dem Nächsten dienen und sich auch wieder dienen lassen. Dienen ist keine Einbahnstraße. Dieses Bibelwort erinnert uns aber auch an die Grundvoraussetzung allen Dienens. Um etwas zu tun, brauch ich Fähigkeiten. Wir wissen sehr wohl, dass diese Fähigkeiten zum einen sehr unterschiedlicher Art sind. Was der eine kann, kann der andere nicht und umgekehrt. Es ist wichtig uns da einzusetzen, wo wir aufgrund unserer Fähigkeiten auf dem richtigen Platz sind. Hätten alle Menschen die selben Fähigkeiten wäre das zum einen langsam; zum anderen wären wir nicht aufeinander angewiesen. Gott will aber, dass wir aufeinander angewiesen sind. Darüber hinaus sind dem einen viele, dem anderen weniger Gaben zu geben. Das ist ganz normal. Wer in dem Bereich arbeitet der ihm liegt, wo er seine Fähigkeiten entfalten kann und Erfolge sieht, arbeitet nicht nur effektiv. Er möchte seine Arbeit als dienst verstehen; am richtigen Platz und mit dem Ziel, anderen zu helfen. Dann macht die Arbeit auch Freude. Gott will, dass wir Freude an der Arbeit, am Sinn der Arbeit, an den Mitmenschen, also am Leben haben. Schließlich nennt die Bibel diese Fähigkeiten Gaben. Nichts von allem was wir können haben wir uns selbst zuzuschreiben. Wir haben alle unsere Fähigkeiten von Gott als Gaben und damit Aufgaben bekommen. Gott hat uns Menschen einander geschenkt, damit wir uns Gutes tun sollen. Überheblichkeit ist also fehl am Platz. Umso mehr dürfen wir uns über unsere Gaben freuen und die der anderen; über unsere Erfolge und die der anderen. Wenn wir dies beherzigen werden auf wunderbare Weise aus Konkurrenten Freunde und aus Stress wird Lebenserfüllung. Probieren sie es aus!

(C) Siegfried Eger

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Internetseite. Durch die Nutzung unserer Internetseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.