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Monatsspruch Juni 2020:

“Du allein kennst das Herz aller Menschenkinder.“  2.Könige 8,39

 

Wie oft wurden wir schon von Menschen getäuscht und enttäuscht! Ob wir aber auch schon andere enttäuscht und ihr Vertrauen verloren haben? Sind wir vielleicht auch an uns selbst irre geworden, konnten unser eigenes Verhalten im Nachhinein nicht verstehen oder unsere eigenen Absichten, im Abstand betrachtet, nicht mehr akzeptieren?

Die Bibel spricht wie oft so auch hier vom „Herzen“ und meint damit nicht unser organisches Herz, sondern viel mehr. Unsere Persönlichkeit ist gemeint. Unser Denken, Reden und Handeln verrät etwas vom Wesen unserer Persönlichkeit. Wie wir unser Reden und tun und das anderer rechtfertigen oder kritisieren legt unsere Persönlichkeit ein gutes Stück offen. Es geht also nicht nur darum was wir tun, sondern warum wir es tun. Genau das wird in unserem „Herzen“ entschieden und formt unsere Persönlichkeit.

Wie sieht es in meinem und deinem Herzen aus? Sind wir da wirklich objektiv, können wir überhaupt objektiv sein? Macht uns das bei uns selbst oft schon Schwierigkeiten, wie schwer können wir die Absichten anderer einschätzen? Fehleinschätzungen sind da nicht ungewöhnlich. Und nun sagt uns Gottes Wort; nur Gott, unser Schöpfer ist in der Lage, unser Herz wirklich zu beurteilen. Nur er täuscht sich nicht. Nur er macht uns nichts vor und lässt sich nichts vormachen. Gott hilft uns auch, Fehleinschätzungen und Enttäuschungen zu verkraften. Gott hilft uns unser Leben zu gestalten und bewahrt uns davor, für die Wirklichkeit blind zu werden.

Unser Monatsspruch ist ein kurzer Abschnitt aus einem langen Gebet des Königs Salomo. Sein Vater David hätte Gott gerne den Tempel in Jerusalem bauen lassen. Die Bundeslade, der Ort, an dem Gott bereits während der langen Wüstenwanderung nahe gewesen war, war in einem Kultzelt untergebracht. Aber Gott ließ David sagen:“Du hast viel Blut vergossen. Deshalb sollst du meinen Tempel nicht bauen sondern dein Nachfolger, Salomo.“Salomo ließ den Tempel in Jerusalem bauen, groß und wunderschön. Zur großen Weihefeier spricht Salomo nun das Gebet, das in 1.Könige 8 aufgezeichnet ist.

In diesem Gebet spricht Salomo von der Wichtigkeit der persönlichen Beziehung zu Gott und appelliert an sich und das ganze versammelte Volk, Gott treu zu bleiben, Liebe und Gerechtigkeit wallten zu lassen und immer nach Gottes Geboten zu leben. Er lässt aber auch die Frage nach dem Grund zu, weshalb er den Tempel bauen ließ. War es Ehrsucht? Ein solchen Bau brachte ihm Ruhm und Ehre ein. War es reine Machterhaltung? Wollte er sich die Möglichkeit offen halten Gott zu manipulieren? Immerhin hatte er nun Gott etwas vorzuweisen. Er beantwortet all diese Fragen nicht und kann sie auch nicht beantworten. Aber er überlässt Gott die Antwort auf die Fragen, die er nicht beantworten kann. Er macht Gott und seinen Zuhörern deutlich:“Nur du Gott bist in der Lage,mein Herz und die Herzen der Menschen im Volk zu beurteilen, weil nur du unsere Herzen kennst.“

Nicht nur Salomo gab sich so in die Vaterhände Gottes. So dürfen auch wir es immer wieder tun. Wir vertrauen uns täglich neu der Beurteilung und Leitung Gottes an. Welch ein großes Geschenk, dies tun zu dürfen!

 

(C) Euer Siegfried Eger

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