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Juni 2018

Monatsspruch Juni 2018:

 

“Vergeßt die Gastfreundschaft nicht; denn durch sie haben einige, ohne es zu ahnen, Engel beherbergt.“

Hebr. 13.2.


Vor Jahren stellte mir jemand folgende Frage: „Was haben Gäste und Fische gemeinsam?“ Antwort: „Beide fangen am dritten Tag an zu stinken“.
Wir wollen ja gastfrei sein und sind es auch. Aber das ist oft gar nicht so einfach. Der Gast bringt den Tagesrhythmus durcheinander. Es gibt noch so viel zu bedenken denn der Gast soll es doch so angenehm wie möglich haben. Und schon haben wir uns und vielleicht auch den Gast überfordert. Man möchte ja vielleicht etwas sagen, aber weil man höflich ist, verzichtet man darauf. Nicht nur Ehrlichkeit, sondern auch Bescheidenheit – es muss nicht alles super sein – helfen ebenso wie Gelassenheit und Fröhlichkeit, herzlich mit den Gästen umzugehen.
Wir denken dabei aber auch an die Flüchtlinge, die aus vielen Ländern der Welt zu uns kommen. Not, Vertreibung, Hunger und Krieg haben sie zu Flüchtlingen gemacht. In Deutschland leben seit vielen Jahren Ausländer, die sich in unterschiedlicher Weise aber meist gut, hier eingelebt haben. Warum wird das Problem jetzt, wo die Not der Flüchtlinge so entsetzlich groß ist, zum großen Problem hochgespielt? Und jetzt spreche ich als Christ. Mein Glaube verpflichtet mich mitzuhelfen, dass Flüchtlinge bei uns heimisch werden und sich bei uns wohl fühlen. Mein christlicher Glaube drängt mich dazu ihnen die Liebe Jesu nahe zu bringen und dies auch zu bezeugen. Es ist mir ein Anliegen, dass die Christen unter den Flüchtlingen vor Verfolgung durch islamische Flüchtlinge geschützt werden. Diese Verfolgung würde für christliche Flüchtlinge in sog. Ankerzentren zur Hölle werden.
Aber der Monatsspruch spricht auch von Engeln. Nicht jeder Gast ist ein Engel. Es gibt aber mehr Engel unter ihnen als man denkt. Wegen dieser Engel lohnt es sich, gastfrei zu sein. Und aus manchem ist während er Gast sein durfte, ein Engel geworden. Was ist eigentlich ein Engel? Ein Engel ist ein Bote der im Auftrag Gottes gute Botschaft bringt. Das bleibt nicht ohne Folgen. Diese Folgen sind das Gute, das wir einander tun können und sollen. Also ist ein Gastgeber in jedem Fall ein Engel.

(C) Siegfrid Eger

Mai 2018

Monatsspruch Mai 2018:

 

"Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht dessen, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht“. Hebr. 11,1.

"Ich glaube nur, was ich sehe". Wirklich? Und was ist mit dem das du nicht siehst, das aber auch existiert?

Der christliche Glaube ist kein vages „für möglich halten“ von Dingen, die ich nicht beweisen kann. Christlicher Glaube ist ein Festhalten an Gott der sich mir, ungesehen gezeigt hat und zu dem ich ein persönliches Verhältnis aufbauen konnte. Das dürfen wir schon jetzt in diesem begrenzten und vergänglichen Leben haben und täglich im Vertrauen auf Gott erleben. Die Zuversicht die dieser Monatsspruch benennt, ist die für uns noch unfassbare Herrlichkeit die wir erleben dürfen, wenn wir dieses irdische Leben verlassen.

„Ein Nichtzweifeln an dem , das man nicht sieht“. Es geht hier Also um das, was man nicht sieht, obwohl es da ist. Damit sind natürlich Unsicherheiten verbunden, die zu Zweifeln führen können.

Bin ich bei Dunkelheit und Nebel auf einer bekannten Strecke unterwegs, kann sehr wohl Unsicherheit aufkommen. Ich weiß genau um eine markante Stelle auf der Strecke aber ich bin unsicher, ob ich sie schon erreicht habe oder nicht, ob ich sie gar schon hinter mir ließ . Da hätte ich abbiegen müssen. Bin ich noch richtig?

Unser Glaube bewahrt uns also nicht vor Zweifeln, lässt uns aber nicht verzweifeln. Ich kann meine Wegstrecke nicht reißbrettgenau analysieren, aber ich weiß mich auf meinem Weg mit Gott unterwegs, zu ihm hin und in seinem Einflussbereich . Oft sehe ich Dunkelheiten auf meiner Lebensstrecke. Aber ich weiß: Gott erleuchtet immer wieder diese Wegstrecke bevor ich hoffnungslos abirre und er zeigt mir klar, wo ich mich befinde und an welchen Stellen ich Korrekturen vornehmen muss.

Jeder Mensch glaubt etwas. Es fragt sich nur, was.

(C) Siegfried Eger

April 2018

Monatsspruch April:

„Jesus Christus spricht: ‘Friede sei mit euch! Wie mich mein Vater gesandt hat, so sende ich euch.‘“ Joh.20,21

Friede – wie sehr sehnen wir uns danach! Regelmäßig erreichen uns schreckliche Nachrichten von Kriegen und Bürgerkriegen aus allen Teilen der Welt. Wir hören von tausendfachen Opfern. Wir sind dankbar für den Frieden in unserem Land und in Europa. Aber wie sieht es mit dem Frieden in unserem persönlichen Leben aus? Oft fehlt in den Familien, in Schulen und im Berufsleben, in der Nachbarschaft oder im Gespräch mit Menschen die als Flüchtlinge zu uns kommen, die nicht hier ansässig sind oder die eine andere Auffassung vertreten wie wir, bedenklich aus?
Jesus Christus spricht die o.g. Worte, als er nach seiner Auferstehung seinen verängstigten und ratlosen Jüngern als der Auferstandene erscheint. Nach Jesu Kreuzigung hatten sie sich zurück gezogen. Von seiner Auferstehung hatten sie gerade von den Frauen erfahren die den toten Jesus mit einer Einbalsamierung die letzte Liebe erweisen wollten. Diese Nachricht konnten die Jünger weder glauben noch verkraften. Und nun erscheint ihnen Jesus selbst und gibt ihnen zwei Dinge mit auf den weiteren Lebensweg, mit denen er auch uns bereichert und beschenkt.
Das eine ist der Friede. Der Friede fängt bei mir an. Ich kann und soll ein Mensch des Friedens, ein Mensch des Friedens Gottes sein, auch und gerade, wenn ich von Unfrieden umgeben bin. Ich kann ein Mensch des Friedens sein, weil ich Frieden mit Gott gefunden habe. Wie ist das möglich? Das was jeden Menschen von Gott trennt ist seine eigene Sünde. Sie verhindert den Frieden mit Gott. Diese Sünde hat Jesus Christus, der einzig Sündlose und Sohn Gottes am Kreuz von Golgatha mit seinem Leiden und Sterben auf sich genommen. Nun ist Frieden mit Gott für jeden möglich.
Das andere ist der Auftrag den Jesus hier sowohl seinen Jüngern als auch seinen Leuten heute gibt. Er sendet uns zu denen die diesen Frieden mit Gott noch nicht haben, aber dringend brauchen. Aber nicht in Eigenregie. Die Sendung für den Friedensauftrag kommt von Gott selbst, dem Vater und Schöpfer. Gott gab Jesus seinem Sohn diesen Auftrag. Und nun gibt Jesus selbst diesen Auftrag seinen Jüngern weiter und damit allen, die durch diesen Auftrag Menschen des Friedens Gottes geworden sind. Deshalb fasse Mut, diesem Auftrag gerecht zu werden damit viele Menschen zum Frieden mit Gott kommen. Jeder der uns begegnet braucht diesen Frieden. Nur dieser Friede kann den Weltfrieden stabilisieren.

(C) Siegfried Eger