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Wir, als Gemeinde Schmalkalden, treten für das Leben ein:

damit das leben gelingt

  »Du hast mich mit meinem Innersten geschaffen, im Leib meiner Mutter hast du mich gebildet.

Herr, ich danke dir dafür, dass du mich so wunderbar und einzigartig gemacht hast! Großartig ist alles, was du geschaffen hast – das erkenne ich!
Schon als ich im Verborgenen Gestalt annahm, unsichtbar noch, kunstvoll gebildet im Leib meiner Mutter, da war ich dir dennoch nicht verborgen.
Als ich gerade erst entstand, hast du mich schon gesehen. Alle Tage meines Lebens hast du in dein Buch geschrieben – noch bevor einer von ihnen begann!«
Die Bibel; Psalm 139, Verse 13-16
 
 
ssw 18 ultraschall
 
 
  »Ich habe dich schon gekannt, ehe ich dich im Mutterleib bildete, und ehe du geboren wurdest, habe ich dich erwählt, um mir allein zu dienen.«
Die Bibel; Jeremia 1, Vers 5a
 
 
 
 
Im Herbst 2009 trifft Eugenia eine folgenschwere Entscheidung. Die junge Mutter eines zehn Monate alten Mädchens ist erneut schwanger – von einem Mann, mit dem sie ihre Zukunft nicht verbringen will.
Alleinerziehende Mutter zweier Kinder von zwei Männern? Ausgeschlossen, denkt die damals 22-Jährige. Sie ist verzweifelt und vertraut sich ihrer Hebamme an, die sie zu dem Zeitpunkt noch besucht. Eugenia sagt, dass sie da „einen Gedanken“ im Hinterkopf habe. Ob man die Situation nicht zeitnah „lösen“ könne? Die Hebamme beschleunigt den Entscheidungsprozess. Sie zeigt Verständnis. Eine Abtreibung sei auch nicht schlimm, weil es doch bloß „etwas Gewebe ist“.
Eugenia reicht diese Aussage. Sie will nichts weiter hören, sehen, denken. „Dieses Etwas in meinem Bauch ist noch ein Zellklumpen“, beruhigt sie sich.
Dass sie selbst bislang ganz anders darüber gedacht hat, ist ihr in dem Moment egal.
 

 

29. Kalenderwoche

††† 58.500 Kinder werden
bis zum Ende der 30. Woche dieses
Jahres in Deutschland nach offizieller
Statistik im Mutterleib getötet worden
sein. – Nach der Legalisierung der Ab-
treibung im vergangenen Jahr in Irland
haben erstmals rund 10.000 Lebens-
rechtler in der Hauptstadt Dublin gegen
diese Entscheidung protestiert. Bei dem
Marsch unter dem Motto „Aufstehen
für das Leben“ machten sie deutlich,
dass eine Abtreibung niemals richtig
sei. 2018 hatten sich 66 % der Iren in
einem Referendum für eine gesetzliche
Neuregelung der bis dahin verbotenen
Abtreibung ausgesprochen.

(C) ideaSpektrum 29/2019

27. Kalenderwoche

††† 52.650 Kinder werden
bis zum Ende der 27. Woche dieses
Jahres in Deutschland nach offizieller
Statistik im Mutterleib getötet worden
sein. – In den USA ist eine Schwangere,
der im Streit eine andere Frau in den
Bauch geschossen hatte, wegen Tot-
schlags angeklagt worden. Ein Gericht
im Bundesstaat Alabama wirft der
27-Jährigen vor, den Streit begonnen
zu haben und damit für den Tod ihres
ungeborenen Kindes verantwortlich zu
sein, so US-Medien. Die andere Frau ha-
be in Notwehr auf sie geschossen. Sie
wurde freigesprochen. In dem Streit auf
einem Parkplatz in Pleasant Grove ging
es um den Vater des ungeborenen Kin-
des. Die Mutter war damals im fünften
Monat schwanger.

(C) ideaSpektrum 27/2019

28. Kalenderwoche

††† 54.600 Kinder werden
bis zum Ende der 28. Woche dieses
Jahres in Deutschland nach offizieller
Statistik im Mutterleib getötet worden
sein. – In den USA lehnen immer mehr
Einwohner Abtreibungen ab, so eine
Gallup-Umfrage. 39 % wollen, dass
Abtreibungen „in ganz wenigen Fällen“
erlaubt sind, 21 % sind für ein totales
Abtreibungsverbot. Damit sind aktuell
60 % für eine Änderung der Abtrei-
bungsgesetze, 7 % mehr als 2017. Seit
1973 sind Abtreibungen in den USA
gesetzlich erlaubt. Dort werden jährlich
rund 880.000 Kinder abgetrieben.

(C) ideaSpektrum 28/2019

26. Kalenderwoche

††† 50.700 Kinder werden
bis zum Ende der 26. Woche dieses Jah-
res in Deutschland nach offizieller Sta-
tistik im Mutterleib getötet worden sein.
– Der US-Bundesstaat Illinois hat ein
liberales Abtreibungsgesetz verabschie-
det. Der Erzbischof von Chicago, Kardi-
nal Blase Cupich, hat es scharf kritisiert.
Die Verabschiedung des Gesetzes mar-
kiere „einen traurigen Moment in unse-
rer Geschichte als Staat“. In dem Gesetz
heißt es, schwangere Frauen hätten ein
„Grundrecht“ auf Abtreibung, während
ein befruchtetes Ei, ein Embryo oder
ein Fötus „keine unabhängigen Rechte”
hätten. Illinois schloss sich damit einem
ähnlichen Gesetz des Bundesstaates
New York an. Dieser hatte im Januar ein
weitreichendes Gesetz verabschiedet,
das Abtreibungen unter bestimmten
Umständen bis zum neunten Schwan-
gerschaftsmonat ermöglicht.

(C) ideaSpektrum 26/2019

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